campingmobilreisen.de

Portal         Länder         Archiv         Hinweise         Sicherheit           Links           Impressum

Sicherheit

Das Thema Einbruch in Wohnmobile sollte ernst genommen werden, zumal leider auch Banden sich dieser “Einnahmequelle” bedienen. Dies insbesondere entlang der Küsten und Autobahnen in Italien, Spanien und Südfrankreich. In Portugal sind leider einzelne Fälle auch schon bekannt geworden. In Marokko sollte man ebenfalls vorsichtig sein, da zu großzügige Touristen solche Zwischenfälle immer wieder herausfordern. So ist es eine große Dummheit wenn man an bettelnde Kinder Süssigkeiten verteilt. Dies fordert förmlich heraus, dies sich selbst zu holen.

Mein Rat dazu, niemals auf Autobahnparkplätzen übernachten, auch wenn diese gut beleuchtet sind. Auch nicht lange unbeaufsichtigt lassen und dann in die Raststätte gehen. In der Zwischenzeit kann alles leergeräumt sein. Nachts wird eine noch miesere Methode angewandt. Da wird der Fenstergummi angebohrt und Betäubungsgas (inzwischen gibt es im Zubehörhandel bereits Gasmelder für ca. Euro 100 zu erwerben!) ins Mobil oder Wohnwagen geblasen. Dann wird das Fahrzeug aufgebrochen und ausgeräumt. Ich fahre immer von den Autobahnen herunter und suche mir einen Platz in einer Wohnsiedlung oder sonstige stillere Plätze. So habe ich (in über 15 Jahren mit Wohnmobilien) noch nie eine negative Erfahrung gemacht.

Weitere praktische Tipps:

Wenn ich abends ausgehe, mache ich im Alkoven eine Lampe an und lasse den Rollo einen winzigen Spalt auf, damit etwas Licht nach außen dringt. Außerdem lasse ich ein Radio laufen. Damit entsteht der Eindruck, das jemand im Fahrzeug ist. Dies ist ein alter bewährter Schaustellertrick gegen Einbruch.

Da häufig über das Fahrerhaus eingebrochen wird, kann ein Stahlseil mit Karabiner Sicherheit bringen. Das Seil zwischen die Haltegriffe der beiden Türen ziehen und mit dem Karabiner straff ziehen. Damit lassen sich diese Türen nicht mehr öffnen, selbst wenn das Schloß geknackt ist. Diebe die diese Vorrichtung sehen, lassen gleich die Finger davon. Bei Fiat Dukato kann man ein Stück Holz oder Metall zwischen Türhaltegriff und Türrahmen klemmen. Dann lässt sich die Türe nicht öffnen, wenn das Türschloß geknackt ist.

Auch wenn jemand im Fahrzeug ist, niemals Wertsachen (Handtaschen, Fotoapparate, Videorecorder, usw) offen im Fahrerhaus liegen lassen. Bei der Fahrt die Sicherungsknöpfe der Türen nach unten drücken. Manche dreiste Diebe reissen an Ampeln oder im Stau die Türen auf, greifen durchs Fenster oder schlagen gar das Glas ein und überrumpeln die Fahrer und Beifahrer. Die Flucht erfolgt dann per Moped. Sollten Sie zum Anhalten genötigt werden, niemals aussteigen, denn darauf warten Trickdiebe nur. Notfalls die Hupe voll durchdrücken, damit Anwohner aufmerksam werden und die Polizei rufen.

An der Wohnmobiltüre sollte ein zusätzliches Sicherheitsschloß (z.B. von Abus) angebracht werden, mit starkem Riegel. Denn die normalen Türschlösser sind für Profis leicht zu öffnen. Außerdem sollte bei zweiteiligen Türen der Riegel der unteren Türe nachts zusätzlich fixiert werden.

Last not least, sollten die serienmäßigen Heckleitern blockiert werden, damit der Aufstieg zum Dach erschwert ist. Denn ein kleiner schlanker Dieb kommt leicht durch eine Dachluke. Diese Form des Einbruchs ist zwar äußerst selten, doch kommt auch dies manchmal vor.

Ein Hund im Wohnmobil bringt immer ein Stück Sicherheit. Doch gegen nächtliche Gasangriffe hilft es leider oft nichts, da auch Hunde dabei gut schlafen. Positiv ist es daher, wenn ein Hund frühzeitig knurrt, wenn draußen jemand am Mobil sich bewegt.

Alarmanlagen bringen leider relativ wenig. Da bei Alarm oft von Fehlalarm ausgegangen wird und niemand reagiert.

Wer das alles berücksichtigt, wird einen unbelasteten Urlaub geniesen und von Unannehmlichkeiten frei bleiben.

Nun noch ein Tipp bei Unfällen:

Es ist ratsam mit Vollkasko-Versicherung ins Ausland zu fahren und Mitglied beim ADAC oder einer ähnlichen Auslandsversicherung zu sein. Denn im Falle eines Unfalls brauchen Sie mindestens einen Dolmetscher und eine Fachberatung. Bei einem Unfall in Spanien habe ich einmal erfahren, wie nützlich, hilfreich und unabdingbar der ADAC für mich war.

 

Für Reisende im Wohnmobil, Wohnwagen und Wohnbus

Aktualisiert am 22. 2. 2012